Die Umfinanzierung

Die Umfinanzierung ist ein wichtiges Finanzierungselement. Sie unterscheidet sich von der Neufinanzierung dadurch, indem sie lediglich die Änderung eines bereits bestehenden Finanzierungskonzeptes darstellt.

Die Maßnahmen einer Umfinanzierung

Zu den Maßnahmen im Zusammenhang mit einer Umfinanzierung, gehören die Prolongation, die Substitution und die Transformation.

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Die Prolongation

Bei der Prolongation wird eine bereits bestehende Finanzierung verlängert, indem neue Konditionen (Zins- und Tilgungsraten) ausgehandelt werden. Dies ist beispielsweise bei der Immobilienfinanzierung zum Ablauf der zehnjährigen Zinsbindungsfrist der Fall, wenn die Bank dem Kreditnehmer anbietet, den Darlehensvertrag zu neuen Konditionen zu verlängern (zu prolongieren). Eine Prolongation kann sinnvoll sein, sofern der Kreditnehmer zum Zeitpunkt ihres Angebotes nicht über die notwendigen liquiden Mittel verfügt, um den Kredit sofort abzulösen. Eine erneute Bonitätsprüfung durch die Bank entfällt bei der Prolongation in der Regel.

Die Substitution

Die Substitution bedeutet, dass eine bestehende Finanzierung durch eine andere Finanzierung ersetzt wird. Die Substitution kann auf verschiedene Weise erfolgen. Beispielsweise kann Eigen- oder Fremdkapital zugeführt werden, um eine bestehende Kreditschuld damit zu tilgen. Wird Fremdkapital zugeführt, mit dem die Kreditschuld getilgt wird, so wird damit ein neuer Kreditvertrag begründet, der den bestehenden Vertrag ersetzt (substituiert).

Die Transformation

Die Transformation ist eine Form der Umfinanzierung, bei der eine existierende Finanzierungsform in eine andere Finanzierungsform umgewandelt (transformiert) wird. Die klassische Variante einer Transformation ist beispielsweise dann gegeben, wenn eine Bank als Kreditgeber einen notleidenden Schuldner, ein Unternehmen oder eine Privatperson, dadurch entlasten möchte, indem sie ein bestehendes Festzinsdarlehen in ein Fremdwährungsdarlehen mit variablem Zinssatz umwandelt. Der auf diese Weise deutlich reduzierte monatliche Kapitaldienst, den der Schuldner zu leisten hat, entspannt seine aktuell angespannte finanzielle Lage. Allerdings kann auch die Bank von einer Transformation profitieren, durch günstige Zins- und Wechselkursrelationen.

Jede Umfinanzierung gut kalkulieren

Da jede Umfinanzierung mit gewissen Kosten, Gebühren und unter Umständen auch Vorfälligkeitszinsen verbunden ist, sollte sie zunächst einmal gut kalkuliert werden. Umfinanzierungen können langfristig zur Entspannung einer finanziellen Situation beitragen, stellen allerdings zunächst erst einmal eine zusätzliche monetäre Belastung dar. Sie sind generell nur dann sinnvoll, wenn die Konditionen des neu aufgenommenen Darlehens in Bezug auf dessen Zinsbelastung, für den Darlehensnehmer deutlich günstiger sind, als die aus einem bestehenden Darlehensvertrag resultierenden Belastungen für die Aufbringung des Kapitaldienstes. Die Kalkulation einer Umfinanzierung sollte also lauten: Zinsersparnis durch den neuen Darlehensvertrag minus Kosten der Umschuldung (Bearbeitungsgebühren plus Vorfälligkeitszinsen). Ist die Zinsersparnis größer als die Kosten der Umschuldung, dann spricht nichts gegen die Vornahme dieser Umschuldung, als für den Schuldner vorteilhaftes Geschäft.

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